Celan, Paul
▶ Watch on YouTubeCoverage note: partial (ein sehr kurzer Ausschnitt von etwa ein bis zwei Minuten ; die automatische deutsche Untertitelung ist stark verzerrt, mit vielen Fehlhörungen und zerrissenen Verszeilen ; nur erkennbare Wendungen werden hier wiedergegeben, die Zuordnung zu bestimmten Gedichten ist eine Vermutung)
Core ideas
Eine Lesung ohne Kommentar. Der Ausschnitt enthält keine Moderation und kein Gespräch, sondern nur Celans Vortrag. Das Transkript gibt Fragmente wieder, die zu zwei Gedichten gehören könnten, deren Titel aber nicht genannt werden (nach den Wortlauten vermutlich „Stehen“ aus Atemwende und „Fadensonnen“, was nicht gesichert ist). Das erste Fragment kreist um das Stehen „im Schatten des Wunders in der Luft“, „für niemand und nichts“, „unerkannt, für dich allein“, „mit allem, was darin Raum hat, auch ohne Sprache“ : ein Dasein im Schatten eines Zeichens, ohne Zeugen, an ein „Du“ gerichtet.
Bilder von Landschaft und Zerstörung, dann ein Gegensatz zum Menschlichen. In der Mitte des Ausschnitts (stark verstümmelt) tauchen Wortfelder auf, die auf eine karge, zerstörte Landschaft verweisen : gesunkene Masten, Holz, in das man sich festbeißt, Strandhafer, Rauch, eine „grau-schwarze“ Einöde. Der Ausschnitt endet mit einem Gedanken, der „den Lichtton“ ergreift, und mit der Zeile, dass „noch Lieder zu singen“ seien „jenseits der Menschen“ : eine Spannung zwischen Verstummen und einem Singen, das über das Menschliche hinausreicht.
Hinweis zur Quelle. Wegen der schlechten Untertitelung lässt sich weder der genaue Wortlaut der Gedichte noch Celans Vortragsweise (Tempo, Betonung) aus dem Transkript beschreiben ; wer den Text braucht, sollte die Ausgabe der Gedichte konsultieren.
Excerpts
“« im Schatten des Wunders in der Luft für niemand und nichts stehen »”
“« unerkannt für dich allein »”
“« es sind noch Lieder zu singen jenseits der Menschen »”